Jugendhilfeeinrichtung Saalfeld/Köditz

Jugendhilfeeinrichtung Saalfeld/Köditz

Die Jugendhilfeeinrichtung Saalfeld/Köditz ist eine traditionelle Einrichtung speziell für Mädchen und junge Frauen.

Die 1992 in die Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt Saalfeld übergegangene Einrichtung liegt am Stadtrand der Kreisstadt Saalfeld im Ortsteil Köditz. Inmitten eines großen Gartengrundstückes wurden die zwei Gruppenhäuser nach modernsten Gesichtspunkten technisch sowie funktionell rekonstruiert und eine wohnliche und gemütliche Atmosphäre geschaffen. Die Anbindung an den ÖPNV ist gut, in 15 Minuten ist man zu Fuß im Zentrum der Stadt mit ihren vielen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

Hilfen zur Erziehung gemäß § 27 SGB VIII in Verbindung mit

  • § 34 SGB VIII Heimerziehung, sonstige betreute Wohnformen
  • § 35a SGB VIII Betreuung seelisch behinderter Kinder und Jugendlicher (Grundleistung § 34 SGB VIII + Zusätzliche Erziehungsleistungen in Form von Fachleistungsstunden § 35a SGB VIII)
  • § 41 SGB VIII Hilfe für junge Volljährige/Nachbetreuung
  • § 19 SGB VIII Gemeinsame Wohnformen für Mütter/Väter und Kinder
  • Zusätzliche Individuelle Erziehungsleistungen
  • Das Leistungsangebot unserer Einrichtung wird durch die Zusammenarbeit mit der ambulanten Erziehungshilfe nach § 30 und § 31SGB VIII ergänzt.

Gesamtkapazität: 12 Mädchen und junge Frauen
Betreute Altersstufen: von 12 bis 21 Jahren

Nach Absprache mit dem zuständigen Jugendamt sind Einzelfallentscheidungen und damit verbundene Betreuungsformen regelbar.

  • Wohngruppe für Heimerziehung (Haupthaus I) - 8 Plätze
  • Verselbstständigungsgruppe (Haus II/Heimgelände) - bis zu 4 Plätze
  • Betreutes Wohnen Mutter mit Kind (Haus II/ Heimgelände) - bis zu 2 Plätze
  • Nachbetreuung im eigenen Wohnraum: Entsprechend des individuellen Bedarfes werden im Rahmen der Verselbstständigung in den eigenen Wohnraum im Stadtgebiet von Saalfeld Wohnungen gesucht und angemietet.

Es werden Mädchen und junge Frauen aufgenommen, bei denen aus verschiedenen Gründen eine Unterbringung außerhalb der Familie notwendig geworden ist.
Die Aufnahme und Entscheidung über eine Hilfe erfolgt grundsätzlich über das Jugendamt.

Mögliche Aufnahmegründe können u. a. sein:

  • die Ressourcen der Herkunftsfamilie und des sozialen Umfeldes reichen nicht mehr aus, um den jungen Menschen zu erziehen und zu fördern
  • Störungen und Probleme im Bezugs- und Familiensystem
  • Teilhabe an geregelten und strukturierten Lebensbezügen ist gefährdet
  • Defizite in der altersgerechten, selbstständigen Lebensführung
  • fehlende schulische oder berufliche Perspektive
  • Entwicklungs-, Verhaltens- und emotionale Störungen

Eine Aufnahme ist jederzeit und kurzfristig möglich. Sie beruht auf dem Grundsatz der Freiwilligkeit. Dies beinhaltet, dass die Mädchen und jungen Frauen die Hilfsangebote annehmen möchten und die Bereitschaft mitbringen, in einer Wohngruppe leben zu wollen sowie deren Regeln und Normen zu akzeptieren. Die Aufnahme in unserer Einrichtung wird stets als Einzelfallentscheidung angesehen. Dabei stehen die zu Betreuenden und unsere Rahmenbedingungen im Mittelpunkt, um eine geeignete Hilfe für den Jugendlichen anbieten zu können.

Die Mädchen und jungen Frauen werden rund um die Uhr von sozialpädagogischem Fachpersonal betreut. Jede Jugendliche hat eine Kontakterzieherin, welche auf unterschiedlichen Ebenen eine kontinuierliche Zusammenarbeit gewährleistet mit:

  • Erziehungsberechtigten
  • Jugendämtern
  • Beratungsstellen
  • Schulen/ Ausbildungsbetrieben
  • Therapeuten, Ärzten oder der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Die kleinen Gruppen bieten den Jugendlichen einen familiären Charakter in wohnlicher und gemütlicher Atmosphäre. Außerdem stehen mädchenspezifische Themen wie Identitätsentwicklung, Rollenvorbilder oder Gleichberechtigung in einem besonderen Fokus.

Die persönliche Weiterentwicklung des Einzelnen steht im Vordergrund aller pädagogischen Bemühungen. Im Hilfeplan wird für jede Jugendliche ein individuelles Hilfekonstrukt entworfen und entsprechend im Alltag umgesetzt. Ziel ist es, die Mädchen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und sie zu einem eigenständigen und verantwortungsbewussten Leben zu befähigen.

Schwerpunkte der Arbeit sind zum Beispiel:

  • strukturierte Alltagsgestaltung, Unterstützung zu einer selbstständigen Lebensführung
  • Training mit Regeln und Ritualen im Alltag
  • Begleitung bei der Verarbeitung erlebter Krisen oder Traumata
  • Überwindung von Störungen und Entwicklungsdefiziten im Bereich emotionaler, psychosozialer, kognitiver und körperlicher Entwicklung
  • Abbau und Vermeidung negativer Karrieren Straffälligkeit, Sucht etc.)
  • Mobilisierung der Ressourcen des jungen Menschen, Entfaltung der Persönlichkeit
  • Unterstützung bei der Orientierung im sozialen Umfeld sowie im schulischen und beruflichen Bereich
  • Einbeziehung der Herkunftsfamilie
  • Vernetzung mit anderen Einrichtungen der Jugendhilfe

Durch unsere Arbeit sollen die Eltern/Sorgeberechtigten in ihrer Erziehungsfunktion unterstützt und gestärkt werden. Mit Hilfe von begleitender Beratung und Unterstützung soll die Beziehung der Jugendlichen zur Familie und umgekehrt gefördert werden. Ziel der erzieherischen Hilfe ist es, das Kind und seine Herkunftsfamilie nach einer Phase der Beziehungsklärung, Stärkung und Verbesserung beidseitiger persönlicher und sozial-emotionaler Kompetenz wieder zusammen zu führen. Sollte dies nicht gelingen, muss für die Jugendliche eine realistische Zukunftsperspektive entwickelt werden - wie die Verselbstständigung in den eigenen Wohnraum.

Es ist unser Anliegen, an den individuellen Fähigkeiten bzw. Stärken, der "eigenen Kraft" (Ressourcen) anzusetzen sowie Erfahrungs- bzw. Erlebnisräume zu schaffen, in denen es Möglichkeiten gibt, Beziehungsfähigkeit sowie Vertrauen in sich und die Umwelt entwickeln zu können. Hierfür sind klare Strukturen, Geborgenheit, ein sicheres Umfeld und die Stärkung des Selbstwertgefühls, des Selbstbewusstseins und des Selbstvertrauens notwendig. Für unsere Einrichtung und unser Team bedeutet das, klare Regeln, Offenheit und Konfliktfähigkeit.

Durch einen strukturierten, familiär geprägten und liebevoll gestalteten Alltag geben wir den Rahmen für eine wirksame Förderung sowie positive Entwicklung jeder einzelnen Jugendlichen.

Unsere Einrichtung besteht aus zwei Häusern, die sich auf einem 1180 m² großen Grundstück befinden. Zudem umfasst unser Grundstück einen Hof, einen Garten, einen Wäscheplatz sowie eine große Freifläche für sportliche Aktivitäten und für vielfältige Varianten der Freizeitgestaltung. Die für zwölf Mädchen/junge Frauen konzipierten Wohngruppen befinden sich in Haupthaus und Nebenhaus auf dem Heimgelände.

Außerdem stehen Plätze für betreutes Mutter-Kind-Wohnen bereit, diese sind ebenfalls im Nebenhaus untergebracht.

Haben sich die Jugendlichen in der Wohngruppe ausreichend Kompetenzen angeeignet, können sie entsprechend des Alters und der Zielstellung in die Form, welche der Verselbstständigung dient, ins Nebenhaus umziehen.

Für die Verselbstständigung in den eigenen Wohnraum werden im Stadtgebiet von Saalfeld entsprechend des individuellen Bedarfes Wohnungen gesucht und angemietet. Durch die Begleitung der Bewohnerinnen auch nach ihrem Auszug ist eine verlässliche und alltagsnahe Unterstützung bei der Bewältigung aller Bereiche eines eigenständigen Lebens gewährleistet. Erlerntes wird gefestigt und in das Alltagsleben eingebunden.

Untergeschoss:

  • Aufenthalts- und Gruppenraum
  • Geräumige Küche
  • Büro und
  • Erzieherzimmer

Obergeschoss:

  • 6 Zimmer
  • Toiletten

Kellergeschoss:

  • Entspannungs- und Fitnessraum
  • Wasch- und Duschräume
  • 4 Einzelzimmer mit Miniküche und separatem Durchgangsbad
  • ein großer Aufenthaltsraum
  • Hausaufgabenraum
  • Waschmaschinenraum
  • Fahrradkeller

Kontakt

AWO Jugendhilfeeinrichtung speziell für Mädchen und junge Frauen
Am Roten Berg 8
07318 Saalfeld/Saale

Telefon:03671 642243
Telefax:03671 523228
E-Mail:claudia.kowalleck@awo-saalfeld.de
Einrichtungsleiterin:Claudia Kowalleck