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Wie sich die Schwarzburger „Waldstrolche“ in Wasserratten verwandelten …

Wenn die Kinder des Schwarzburger AWO Kindergartens „Waldstrolche“ heute aus dem Fenster in den grauen Himmel schauen, wünschen sie sich die unvergleichlich schönen und unbeschwerten Sommertage zurück, die sie im hiesigen Freibad verbrachten.

Der kleinste der AWO-Kindergarten-Familie betreut momentan ca. 20 Kinder im Alter von 2 bis 10 Jahren. Da liegt es auf der Hand, dass hier eine familiäre Atmosphäre herrscht und es ein bisschen individueller zugehen darf. Schon die Einrichtung selbst, am Ortsrand und in unmittelbarer Nähe von bewaldeten Bergen gelegen, vermittelt Behaglichkeit. Zudem verfügt  Schwarzburg über ein schönes Schwimmbad und was liegt näher, als in diesem heißen Sommer dort mit den Kindern zu Stammgästen zu werden? So kann man sich wohl bezeichnen, wenn man in den Sommermonaten Juni, Juli und August ganze 25 Tage im Freibad verbracht hat!

An den Badetagen ging es nach dem Frühstück los – die Kinder wanderten durch den Wald zum Freibad und inzwischen kennen auch die Jüngsten alle Haltepunkte, wo gespielt oder sich ausgeruht wurde. Mehrere Male sammelten die Kinder auf dem Weg sogar Müll ein – erschreckend, wie viel sie gefunden haben! Gelernt und verstanden haben sie jedenfalls, warum man Müll nicht einfach so wegwerfen darf. Denn wir alle hier lieben unseren Wald. Danach gab es viel Spaß im Freibad, es wurde geplantscht, getaucht und die Mutigen unternahmen erste Schwimmversuche. Dass sogar das Mittagessen im Bad eingenommen wurde, war aufregend, fast wie Campingurlaub. Ganz lieben Dank an unseren Helmut, den Essenfahrer! Er brachte das Essen zu den Kindern ins Bad und die anschließende Mittagsruhe fand im Schatten riesiger Buchen in den Strandmuscheln unter freiem Himmel statt. Das war ja ein richtiges „Pippi-Langstrumpf-Abenteuer-Gefühl“!

Auch danach blieben die Kinder hier, spielten oder erledigten ihre Hausaufgaben. Manche Eltern, die ihre Kinder abholten, blieben noch ein bisschen und gönnten sich die Entspannung in der Natur. Viele Schwimmbadbesucher schmunzelten und staunten, wenn sie uns beim Spielen, beim Essen oder beim Mittagsschläfchen beobachteten.

Durch die vielen Aufenthalte waren den Kindern Abläufe und Regeln gut vertraut, sie waren ausgeglichen und es gab wenig Konflikte. Die Hortkinder haben uns sehr unterstützt und kümmerten sich liebevoll um die Kleineren. Beim Eincremen half man sich gegenseitig. Auch den Eltern und Großeltern möchten wir ein herzliches Dankeschön sagen. Sie haben Fahrdienste übernommen, um alle Rucksäcke und Utensilien zu transportieren oder unsere Hortkinder von der Schule abzuholen und direkt ins Bad zu bringen. Ebenso haben es viele ehrenamtliche Helfer im Bad möglich gemacht, dass Decken, Zelte, Geschirr eingelagert werden konnten oder wir mit vergessenen Utensilien versorgt wurden, z.B. wenn Kellen oder Besteck fehlten. Außerdem hatten sie immer ein freundliches Wort für uns, was nicht wenig dazu beitrug, dass die Kinder sich hier willkommen und wohl fühlten.

Oft bastelten und gestalteten wir aus Materialien, die wir fanden, schöne Dinge. Wir waren ja unmittelbar in unserer Natur, haben unsere Heimat einmal mehr kennen und lieben gelernt. Natürlich schmeckte auch das Eis am Kiosk super.

Fazit aus diesem Super-Sommer: Solche Erlebnisse sind nur möglich, wenn viele Hände gemeinsam anpacken, mitmachen, helfen und Ideen unbürokratisch verwirklicht werden. Dann geht, was sonst nicht geht. In Schwarzburg ging es! Die Kinder werden diesen Sommer nie vergessen!