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Der Baum ist geschmückt – Ostern kann kommen!

Die Kinder, Eltern und Erzieherinnen des AWO-Kindergartens in Crösten machen dem Saalfelder Ostereierbaum Konkurrenz. Wird Crösten bald zum Pilgerort der Ostereierbaum-Liebhaber?

Osterei
Die Kinder schmücken den Baum
Marieka schmückt den Baum
Der Ostereierbaum

Die Idee kam unserer Kollegin Dayami Blei eigentlich schon letztes Jahr zu Ostern. „Was die in Saalfeld schaffen, kriegen wir auch hin“, sagte sie dann irgendwann laut in die Runde. Blieben noch die vielen Eier – woher kriegen wir die? Das hörte die Omi von Finn und war auch gleich Feuer und Flamme. „Ich puste euch die Eier, die ich zum Backen brauche, eben aus.“ Die Omi ist offensichtlich eine fleißige Bäckerin, denn es hatten sich bis kurz nach der Faschingszeit etwa 300 Eier angesammelt. Weiße, ausgepustete Eier. Wir begannen, sie zu bemalen und nach kurzer Zeit war uns klar: „Das ist so nicht zu schaffen! Wir brauchen Hilfe“

So starteten wir einen Aufruf an die Eltern unserer Kinder, verpackten die Eier in Zehnerpacks und wer wollte, nahm welche mit nach Hause. Eier bemalen macht offensichtlich immer noch viel Spaß und ist allemal kreativer als vor dem Fernseher zu sitzen. Die Eier gingen weg wie warme Semmeln! Was uns zurück gebracht wurde, glaubten wir kaum. Wahre Kunstwerke waren entstanden: moderne Kunst á la Picasso, traditionell kunstvoll verzierte Eier – was für Künstler doch unter uns weilten!

Bevor wir nun nach einem geeigneten Baum in unserem großen Garten spähten, holten wir uns noch den Rat eines Profis ein, damit die Kostbarkeiten auch den nächsten Regen überstehen. Volker Kraft, der Schöpfer des Saalfelder Ostereierbaumes, gab uns den Tipp, die Eier mit Sprühlack zu konservieren. Das macht sie wetterfest. Gesagt, getan! Danach mussten wir unverzüglich mit dem Schmücken beginnen, denn bis Ostern war nicht mehr viel Zeit. Der Papa von Marieka bot sofort seine Hilfe an. Wohlwissend, dass unser Hausmeister Herr Zeuner diese Menge allein schwerlich bewältigen kann. Natürlich schmückten auch die Kinder mit, zumindest die unteren Äste des von uns erwählten Baumes. Sie waren emsig bei der Sache und hatten unheimlich viel Freude dabei.

Am Mittwoch, wenn wir unser Osterfest mit den Kindern feiern, wird die Oma von Finn nicht schlecht staunen. Es würde uns nicht wundern, wenn sich im kommenden Jahr ihre Backlust noch steigert, denn wir wollen „weitermachen“. Die Eier werden wir nach Ostern sorgsam verpacken und nächstes Jahr wieder heraus holen. Mit Sicherheit kommen neue, schöne Eier hinzu, denn am Baum ist noch viel Platz. Ja, fragen Sie uns bloß nicht, was das denn für ein Baum ist, den wir geschmückt haben! Wir wissen es nicht. Er wird uns seine Identität erst offenbaren, wenn er Blätter und Blüten treibt. Eines ist sicher – er wird unser Ostereierbaum bleiben!