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Dafür eine glatte Eins!

Erstmals die Bestnote bei der Bewertung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen erreichte in diesem Jahr das Team der Pflegeeinrichtung im Rainweg 91. Pflegedienstleiterin Kerstin Jäger und ihr Team dürfen mit Recht stolz sein, denn dieses Prädikat bekommt man nicht geschenkt.

Das Betreuungsteams der Pflegeeinrichtung im Rainweg 91
Seniorentanzgruppe „Lebensfreude“ beim Angehörigentag am 28. Mai.
Partystimmung beim Sommerfest am 25.August.
Wellnesswoche im Seniorenheim vom 17. bis 21. Oktober
Pflegeeinrichtung im Rainweg 91

Wenn man durch die Flure und Räume der Einrichtung geht und mit Heimbewohnern ins Gespräch kommt, spürt man und erlebt man: Hier fühlen sich die Menschen wohl. Hier ist für unsere älteren Mitmenschen ein wirkliches Zuhause entstanden. Nicht zuletzt durch den Einsatz und die menschliche Zuwendung, mit der die Mitarbeiter hier ihre Arbeit tun – denn für sie ist es Berufung. Wichtig bei der Beurteilung durch das MDK indes sind Fakten, Kriterien, eine ganze Reihe von Punkten, die geprüft und kontrolliert werden. Dabei kommt es oft auf Details an. Hier zu bestehen ist nicht leicht.

Als die Kontrolleure des MDK unangemeldet am 29. September in der Tür des Pflegeheims im Rainweg 91 standen, brach keine Alarmstimmung aus. Die MDK Prüfungen finden jährlich statt, nur weiß man nie, wann die Kontrolleure auftauchen. Aber das ist letztlich egal, denn die Arbeit wird immer in hoher Qualität getan, davon zeugen auch die guten Ergebnisse, die das Heim in den Jahren zuvor erreichte.

Die Kontrolleure suchten sich neun Heimbewohner aus, aus jeder Pflegstufe drei. Dann wurde der Fragenkatalog abgearbeitet: „Wird der Zeitpunkt der Pflege mit Ihnen abgestimmt? Wie schmeckt Ihnen das Essen? Sind die Pflegekräfte freundlich und höflich?“. Die ganze Bandbreite der Betreuung wird auf diese Weise durchleuchtet. Auch die Kontrolle der Pflegedokumentation steht mit auf dem Programm und selbstverständlich wird die Einhaltung aller Hygienevorschriften überprüft. Wenn dieser aufregende Tag – denn in diesem Zeitrahmen sind die Kontrolleure meistens im Haus – dann zu Ende ist, dauert es meistens noch einige Wochen, bis das Ergebnis bekannt gegeben wird. Dass es diesmal eine glatte Eins war, hat dann doch alle zum Jubeln gebracht.

Eine wohlverdiente Anerkennung für das Pflege- und Betreuungsteam. „Sich um pflegebedürftige Menschen zu kümmern, setzt nicht nur Fachkompetenz und routiniertes Arbeiten voraus. Man muss ein großes Herz haben. Mitgefühl für die anvertrauten Menschen und ein Gespür dafür, was ihnen gut tut“, sagt Kerstin Jäger mit Stolz auf ihr eingespieltes Team. So kümmert sich beispielsweise Ergotherapeutin Melanie Franke tagtäglich darum, dass es ihren Schützlingen nie langweilig wird. Es wird gemeinsam gespielt, Sport gemacht, das Gedächtnis spielerisch trainiert oder Feste gefeiert. Sommerfest, Detscherfest, Angehörigentag … nur um einige Höhepunkte zu nennen. Im Eingangsbereich des Hauses informiert eine Tafel über das rege kulturelle und soziale Leben, das hier herrscht. Seit Kurzem hat hier ein besonderer Gast Platz genommen. Ein bärtiger älterer Geselle im roten Mantel mit Kapuze hat es sich in einem Sessel neben dem Kamin des Foyers bequem gemacht. In Reichweite ein zugeschnürter Jutesack. Manchmal hat er ein Buch in der Hand und liest, denn auch eine Stehlampe wurde ihm zur Seite gestellt. Eintretende Gäste, vorbeigehende Heimbewohner oder Mitarbeiter, drehen sich unwillkürlich um und nicht selten wurde er im Eifer des Vorbeihastens schon mal gegrüßt. Warum auch nicht? Er strahlt Behaglichkeit aus und lässt schöne Erinnerungen wach werden. Und zaubert immer wieder ein Lächeln in faltenreiche Gesichter oder lässt die Kindergartenkinder, die gerade zum Singen gekommen sind, staunend verharren. Von diesem alten Herrn würde das Heim garantiert auch eine glatte Eins bekommen.

Manchmal sind es liebevolle Kleinigkeiten, die das Leben schöner machen. Und das weiß man hier. 

Ergebnis der Qualitätsprüfung der stationären Pflegeeinrichtung der AWO