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Besucher aus Südkorea zum Erfahrungsaustausch in der AWO

Am 12. Juli besuchte eine südkoreanische Delegation im Rahmen des „DreamStart“-Programms des Ministeriums für Gesundheit und Wohlfahrt Südkorea unter anderem die AWO Saalfeld Rudolstadt. Die Gäste informierten sich über Kinderbetreuung und Jugendhilfe in unserem Land.

Begrüßung in einem Raum
Gruppenbild

Der AWO Geschäftsführer Andreas Krauße gab einen Überblick über das System der Betreuung in Kindergärten sowie Einrichtungen der ambulanten und stationären Jugendhilfe, die in AWO Trägerschaft betrieben werden. Außerdem wurde die Struktur der Wohlfahrtspflege generell und das hier geltende Subsidiaritätsprinzip gerade im sozialen Bereich erläutert, wonach Kompetenz und Verantwortung auf der jeweiligen, kleinsten Ebene genutzt werden, was im eher zentralistisch organisierten Südkorea nicht so ist.

Die südkoreanischen Gäste – Mitarbeiter des Ministeriums und Vertreter von Wohlfahrtsorganisationen - verfolgten mit großem Interesse die Ausführungen von Ute Salewski, AWO Fachberaterin für Kindergärten. Ebenso gaben Frau Dr. Ellen Mund als Leiterin der AWO Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle sowie die Leiterin der stationären und ambulanten Jugendhilfeeinrichtungen der AWO Saalfeld Rudolstadt Claudia Kowalleck Auskunft über ihre Arbeit und ihre praktischen Erfahrungen.

Am Nachmittag stand noch neben dem Fröbelmuseum der Besuch des AWO Fröbel-Kindergartens Bad Blankenburg auf dem Programm. Die Besucher konnten hier hautnah den Alltag der Kinder erleben. Begeistert verfolgten sie, wie die Kinder die Fröbelschen Spielgaben nutzen. Beeindruckt waren sie auch vom Haus und dem umliegenden Gartengelände mit der tollen Kulisse der Burg Greifenstein im Hintergrund. Es wurden auch hier viele Fragen gestellt zum Kindergartenalltag, Personalschlüssel, Finanzierung der Kosten, aber auch zu Kindeswohlgefährdung und Erziehungshilfen. Für die Kinder im Bad Blankenburger „Fröbelhaus“ sind Gäste aus Fernost keine Seltenheit. Besucher aus Japan, China oder anderen südostasiatischen Ländern interessieren sich sehr für das Erbe Friedrich Fröbels und informieren sich darüber, wie die Fröbelsche Pädagogik praktisch in der heutigen Zeit angewandt und genutzt wird. Und wo geht das wohl besser als an dem Ort, wo der Kindergarten als solcher ins Leben gerufen wurde – in Bad Blankenburg in Thüringen.