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Delegiertenkonferenz des AWO Kreisverbandes Saalfeld-Rudolstadt e.V.

Am Samstag, den 05.09.2020 fand in der Stadthalle von Bad Blankenburg die Kreisdelegiertenkonferenz des AWO Kreisverbandes Saalfeld-Rudolstadt e.V. statt. Ursprünglich sollte das höchste Gremium des Verbandes schon im Juli zusammenkommen, die Konferenz musste aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden.

Die nach wie vor strengen Hygiene-Auflagen für Großveranstaltungen galten auch für die mehr als 60 anwesenden Delegierten:  Maskenpflicht beim Betreten und Anmelden in der Stadthalle, worauf während der Konferenz allerdings verzichtet werden konnte, da ein Abstand von 2 m zwischen den Plätzen gut eingehalten wurde. Die Verpflegung gestaltete sich ebenso coronagerecht. Ein Frühstücksteller nebst Getränken stand für jeden Delegierten bereits auf dem Tisch.

Der Vorsitzende des Kreisverbandes Professor Dr. Berhard Maak begrüßte die Delegierten der 16 Ortsvereine, der 16 Fördervereine, die Mitglieder des Kreisvorstandes sowie die Gäste. In seinem Rechenschaftsbericht ließ er die vier Jahre der vergangenen Legislaturperiode von 2016 bis 2020 Revue passieren und zog eine positive Bilanz sowohl hinsichtlich der Verbandsentwicklung als auch der realisierten Bauprojekte. Auch richtete er einen Blick auf zukünftige Bauvorhaben und strategische Schwerpunkte. Im nachfolgenden Bericht zu den Tochterunternehmen stellte der Geschäftsführer Andreas Krauße die Unternehmensstruktur vor und ging hier besonders auf die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Unternehmen sowie die Schwierigkeiten und Entwicklungen während der Corona-Krise ein. Allgemeinverständlich legte er den Zusammenhang der Unternehmensstruktur mit der Gemeinnützigkeit dar, ging ein auf die zunehmende Bedeutung von Integrationsfirmen und sprach auch offen über den Umgang mit den Manager-Vergütungen in gemeinnützigen Unternehmen.

Dass gerade das laufende Jahr 2020 ein Jahr besonderer Herausforderungen war und noch ist, wurde von beiden Rednern deutlich gemacht. Belastet von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und überschattet vom Skandal um die AWO AJS waren sowohl unser Verbandsleben als auch die Einrichtungen einem starken Druck ausgesetzt. Deshalb die herzliche Bitte beider Redner an die Delegierten, den Dank des Kreisvorstandes und der Geschäftsführung für das Vertrauen und für das ungebrochene Engagement an alle Mitglieder der Vereine zu übermitteln. Im Anschluss verabschiedete der Kreisvorsitzende einige langjährige AWO-Mitglieder.

Danach folgte der Prüfbericht der Revisoren, in dem Walter Egerer mit großer Ausführlichkeit und Akribie auf die Prüfungsergebnisse in der Legislaturperiode hinwies und auf Defizite aufmerksam machte.

Ein Grußwort des  AWO Landesverbandes Thüringen überbrachte der stellvertretende Landesvorsitzende Matthias Graul. Auch er bedankte sich bei den Akteuren des Kreisverbandes für ihren Einsatz in der wohltätigen Arbeit und die Vielfalt der Angebote im sozialen Bereich. Er hob die gute und auch immer kritische Zusammenarbeit des Kreisverbandes mit dem Landesverband hervor. Diese Atmosphäre der kritischen Auseinandersetzung und Hinterfragung charakterisiert auch die Arbeit des Kreisvorstandes, stellte Matthias Graul fest, und deshalb wünschte er unserem Verband, den Weg des gegenseitigen Vertrauens und der konsequenten Kontrolle weiterzugehen. Besonders bedankte er sich bei Andreas Krauße, der derzeit mit der Interimsgeschäftsführung der AWO AJS eine doppelte Arbeitsbelastung auf sich nimmt mit dem Ziel, Transparenz zu schaffen und den guten Ruf und das Ansehen der AWO in Thüringen wieder herzustellen, damit endlich wieder ein Ton der Anerkennung anstelle von permanenter Medienkritik herrschen kann. Weiterhin zeichnete Matthias Graul einige AWO-Freunde für ihre langjährige Mitgliedschaft aus.

Nach der Aussprache zu den Berichten wurde der Vorstand in offener Abstimmung einstimmig entlastet, ebenso einstimmig wurde über die Annahme der neuen Satzung, deren Änderungen zuvor von Andreas Krauße erläutert wurden, und über die Vergütungsregeln für die Mitglieder des Vorstandes abgestimmt. Beschlossen wurde ebenso, neun Beisitzer in den neuen Vorstand zu wählen, zwei davon wurden während der Konferenz vorgeschlagen und in die Liste der schon im Vorfeld vorgeschlagenen sieben Beisitzer aufgenommen. Der bisherige Vorsitzende des Kreisvorstandes Professor Dr. Berhard Maak, der den Verband seit vielen Jahren mit Herzblut, mit Weisheit und Erfahrung und vor allem aus voller Überzeugung leitet, wurde einstimmig erneut an die Spitze unseres Verbandes gewählt. Dem Vorstand gehören weiterhin zwei Stellvertreter, neun Beisitzer und drei Revisoren an.

Im Anschluss wurden die Delegierten sowie Ersatzdelegierten für die AWO-Landesdelegiertenkonferenz, die im November in Oberhof stattfinden wird, im Block in offener Abstimmung einstimmig gewählt.

Der wieder gewählte Kreisvorsitzende Professor Dr. Berhard Maak sprach danach das Schlusswort und bedankte sich im Namen des neuen Kreisvorstandes für das Vertrauen.

Fotos: © Maxi Migdal (Outrange Media)