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Märchenhafter Weihnachtsmarkt in Crösten

„Ein Weihnachtsmarkt in Crösten? Das wäre mal eine tolle Sache!“, sagten sich Erzieher und Eltern des AWO-Kindergartens und schon war die Idee geboren. Sie holten sich noch viele Mitstreiter ins Boot – Crösten ist eine dörfliche Gemeinschaft und da hält man zusammen.

Und so wurde der Weihnachtsmarkt am Samstag, den 2. Dezember, ein unvergessliches Erlebnis für die Kleinen und die Großen. Der Ortsteilbürgermeister Andreas Korn eröffnete die Veranstaltung und die Kinder des AWO Kindergartens stimmten die Besucher mit weihnachtlichen Melodien auf die Adventszeit ein.

Mit den Vorbereitungen wurde jedoch schon im Mai begonnen. Zusammen mit dem Feuerwehrverein Beulwitz-Crösten-Aue am Berg und der Feuerwehr Beulwitz-Crösten sowie vielen Eltern und Großeltern wurden Ideen gesammelt,  organisiert, nach Sponsoren gesucht. Das Gasthaus Berk stellte kostenlos den Saal bereit. Verschiedene Händler wurden angesprochen, denn auf der Freifläche zwischen Kindergarten und Feuerwehr sollte sich das weihnachtliche Markttreiben abspielen. Dort stand auch ein Glücksrad, das hatte man sich kurzerhand von den Saalfelder Feengrotten ausgeborgt. Hier konnten die Kinder Preise und Gutscheine gewinnen, die von Firmen aus der Region gesponsert wurden.

„Zu einem Weihnachtsmarkt gehört auch ein richtig schönes Märchen!“, entschieden die Organisatoren und mit großer Begeisterung formierte sich alsbald aus den Eltern eine Theatergruppe. Die Wahl fiel auf „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. Schon bei den Proben gab es offensichtlich jede Menge Spaß. Was die Laienschauspieler hier auf die Bühne brachten, war eine moderne Inszenierung des altbekannten Märchens. Der Papa von Edda, Enno Pfaffenberger, hatte das Drehbuch etwas umgeschrieben und so vom Staub der Jahrhunderte befreit. Das Bühnenbild wurde von Paulas Opa – Herrn Höhne – geschaffen. Er war viele Jahre am Theater Rudolstadt tätig und schuf die wunderschönen, fantasievollen Kulissen des Bühnenbildes. Hartmut Rentsch, ein weiterer Opa von 4 Enkelkindern - Juri und Mailo besuchen unseren Kindergarten - übernahm als Hofnarr verkleidet, den Part des Märchenerzählers. Man kennt ihn hier als Alleinunterhalter und so war ihm die Rolle wie auf den Leib geschneidert. Selbst die eigentlich unscheinbare Rolle des Spiegels war mit Spannung geladen, denn im Spiegelrahmen erschien der Darsteller jedes Mal überraschend im neuen, aufregenden Look. So waren alle gespannt, wie er wohl diesmal aussieht, wenn er der bösen Königin antwortet: „Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier, …“. Überhaupt war alles ein bisschen „anders“, denn auch die fleißigen Zwerge marschierten nicht in gewohnter Marschordnung „erst Groß dann Klein“, sondern die Kleinen führten den Zug an. Die Schauspieltruppe spielte mit vollem Einsatz. Das Publikum – immerhin fast 150 Gäste – spendete begeistert Applaus und die lustigen Gags brachten den Saal zum Brodeln. Hier waren echte und leidenschaftliche Mimen am Werk, da waren sich alle einig!

Wie vielseitig begabt und flexibel die Cröstener sind, zeigt auch folgendes: Die Rolle des Weihnachtsmannes, der wegen Krankheit kurzfristig ausgefallen war, wurde ohne zu zögern von der Gartennachbarin der Kitaleiterin übernommen. Und so war es auch keine große Tragödie, als das eigens aus Arnstadt angereiste Kinderkarussell wegen eines Motorschadens nicht zum Einsatz kommen konnte. Die anwesenden Leute vom Fach versuchten, die schöne, alte Reitschule in Gang zu bekommen und der Karussellbetreiber hätte sich wohl am liebsten unter einer Tarnkappe verkrochen. Die Kinder hingegen nahmen‘s gelassen, denn es gab ja noch so viel Zerstreuung, zum Beispiel den Tischler (oder „Holzwurm“) Zabel, der mit den Kindern gehobelt und geschliffen hat oder Frau Schacht, bei der man sogar Kuscheltiere selbst stopfen konnte. Und von den Frauen des Feuerwehrvereins wurden weihnachtliche Gestecke gebastelt. Langeweile kam also nicht auf.

Natürlich war ebenso für das leibliche Wohl gesorgt: selbstgebackener Kuchen, Kaffee, Bratwürste, Glühwein … Da konnte selbst Petrus keine schlechte Laune haben und schickte schönes Winterwetter mit Minusgraden als Kulisse für das Fest. „Das wird wohl jetzt zur schönen Tradition werden hier in Crösten“, meinte frohgelaunt die Kitaleiterin Simone Jahn, „wir sind auf jeden Fall gerne wieder dabei.“ Und mit Sicherheit die Cröstener auch.